Onpage SEO-Checkliste: Wie Texter ihren Content für bessere Rankings optimieren  

SEO-Checkliste

Die besten 66 Tipps? Drei einfache Schritte? Nein. Wenn du deine Texte für Google optimieren willst, gilt weder die Devise „viel hilft viel“ noch bringt dich eine kurze Formel ins Ziel. Googles Algorithmus lässt sich immer noch mit ein paar taktischen Elementen beeindrucken, aber die weichen Faktoren werden wichtiger. Für dich als Texter heißt das: Lies deine SEO-Checkliste und hake die Basics ab, aber kümmere dich vor allem um deine Leser.

Onpage SEO-Checkliste – 10 Basics, die jeder SEO-Content erfüllen muss

Technisches SEO ist eine Disziplin für sich. Das Feld darfst du als Texter der IT-Abteilung oder dem Informatiker deines Vertrauens überlassen. Meine Onpage SEO-Checkliste konzentriert sich auf die SEO-Maßnahmen, die du ganz ohne Eingreifen in den Code berücksichtigen kannst (und solltest).

Zunächst lass uns über die Standards reden, die die Struktur des Artikels betreffen.

  1. Nutze die richtigen Keywords.

Vielleicht arbeitest du mit einer vorhandenen Keyword-Liste. Dann kannst du diesen Aspekt vernachlässigen. Ansonsten: Wähle die Keywords entsprechend deiner Marketingziele. Kenne deine Kunden und sprich ihre Sprache, damit du entsprechende Suchbegriffe in deine Texte aufnimmst.

Ein Text sollte sich einem Thema, nicht zwei oder drei, widmen. Wähle also nur ein Hauptkeyword und bündele es mit maximal einer Handvoll begriffsverwandter Nebenkeywords.

  1. Platziere deine Keywords richtig im Text.

Das Hauptkeyword sollte sich in der Überschrift, in der URL, und im ersten Satz – zumindest im ersten Absatz des Fließtexts – wiederfinden.

Einzelne Textpassagen mit Keywords zu fetten, gefällt Google. Aber übertreib es nicht, sonst leidet die Lesbarkeit, die Nutzer springen schnell ab und das wertet Google wiederum als schlechtes Zeichen, was deinem Ranking schadet.

Vermeide unbedingt Keyword Stuffing. Nutze WDF*IDF, SEO-Plugins und deine Erfahrung, um Keywords so im Text zu verteilen, dass die Verwendung natürlich wirkt und Googles Alarmglocken nicht anschlagen. Gib die Verantwortung aber nicht an solche  Tools ab: Manchmal ist es besser in einem Tool nicht die Bestnote für Keyworddichte zu erreichen, um die Lesbarkeit des Textes zu erhalten. Nutze Synonyme und natürliche Deklinationen statt aus SEO-Gründen Begriffe falsch zu schreiben. Google ist aus den Kinderschuhen raus und versteht richtiges Deutsch.

  1. Formuliere Meta Title und Meta Description.

Zu jeden Artikel solltest du einen Meta Title und eine Description verfassen. Statt dir irgendwelche konkreten Längenvorgaben zu merken, kannst du einfach den Sistrix SEO Snippet Generator nutzen.

Formuliere motivierend und mach neugierig auf deinen Text – aber versprich nicht, was du nicht halten kannst. Das Keyword deines Artikels setze in den Title und möglichst weit vorne in die Meta Description. Oft ist es sinnvoll, nicht in ganzen Sätzen zu formulieren, sondern eher Satzfragmente und Aufzählungen zu verwenden, um den geringen Platz bestmöglich zu nutzen. Wer Suchergebnisse scannt, will sich nicht an geistreichen Formulierungen erfreuen, sondern eine klare Orientierung, ob er auf der Website findet, wonach er sucht.

  1. Verwende korrekt formatierte Überschriften und investiere Mühe in die Formulierung.

Überschriften gehören zu den wichtigsten Textelementen. Sie entscheiden, ob ein Leser sich überhaupt weiter mit deinen Inhalten beschäftigt. 80 Prozent der Nutzer verlassen eine Website bereits nach dem Lesen der Headline. Ehe du jetzt angesichts der Bedeutung der Überschrift in Starre verfällst: Du kannst dich beim Formulieren an psychologisch fundierten Headline-Formeln orientieren.

Ein paar SEO-Taktiken sollten du auch bei Überschriften beachten: Platziere das Hauptkeyword möglichst weit vorne in der Überschrift und halte dich kurz. Das gefällt Menschen und Google schneidet deine Headline in Suchergebnissen nicht ab.

H1, H2, H3 – formatiere deine Überschriften in den entsprechenden HTML-Formaten. Nutze Zwischenüberschriften, in denen du hin und wieder ein Keyword unterbringst. Überspringe dabei keine Ordnungsebene, um Google nicht zu vergrätzen.

  1. Lockere deinen Text mit Aufzählungen und Absätzen auf.

Google mag Aufzählungen. Das hat sich bei vielen Textern herumgesprochen. Aber bitte setze sie sinnvoll ein. Nicht überall sind Bullet Points angebracht. Statt epische Ausführungen in Listenformat zu präsentieren, fass lieber nur die wichtigsten Kerngedanken am Ende in einer Liste zusammen. Das ist lesefreundlicher.

Geh großzügig mit Absätzen um. Die wenigsten lesen im Netz, wir scannen. Einzelne Sätze, kurze Sinneinheiten – Absätze erhöhen die Chancen, dass jeder User im Content schnell findet, wonach er gesucht hat, und deine Website in positiver Erinnerung behält.

  1. Nutze verschiedene Medien.

Reichere deinen Text mit unterschiedlichen Medieninhalten an, wenn es einen Mehrwert für den Leser bietet – nicht zum Selbstzweck. Videoanleitungen können manches konkreter erklären, Podcast-Interviews liefern Expertenmeinungen, Infografiken bündeln die Quintessenz, so dass sich die Inhalte besser im Gehirn verankern, Grafiken machen Statistiken anschaulich.

Richtig mit Tags und Unterschriften versehen, rankt deine Website dann auch in der Bilder- oder Video-Suche bei Google für entsprechende Keywords.

  1. Vergib Alt-Tags und Bildunterschriften.

Wenn du dir die Mühe machst und eigene Videos oder Grafiken in deinen Artikel einbettest, vergiss nicht, sie zu optimieren.

Setze eines der Artikel-Keywords als Alt-Tag, integriere ein Keyword in den Dateinamen und vergib für jedes Bild und jede Grafik eine Unterzeile, die den Inhalt beschreibt. Auch hier: Bette Keywords ein. Der Aufwand dafür ist minimal,

  1. Verwende ein Inhaltsverzeichnis.

Nein, wenn du einen 500 Wort-Artikel schreibst, in dem du dich sehr stringent mit einem Aspekt eines ohnehin begrenzten Themas beschäftigst, ist es wohl nicht nötig, ein Inhaltsverzeichnis anzulegen. Wenn du aber einen 1500-Worte-Beitrag verfasst, der einem Wikipedia-Beitrag in jeder Hinsicht überlegen ist, solltest du deinem Leser den Gefallen tun und ein Inhaltsverzeichnis nach dem Teaser einbauen. Verwende darin Sprungmarken. Dann kann auch jeder, der sich nur für einen Teilaspekt deiner Ausführungen interessiert, schnell fündig werden. Ja, vielleicht liest er dann nur einen Absatz und ist nach einer Minute wieder weg, aber er ist froh, seine Antwort gefunden zu haben und behält dich in guter Erinnerung.

  1. Integriere interne und externe Links in deinen Beitrag.

Manche Marketer raten immer noch ab, externe Links zu setzen, um Nutzer nicht zu animieren, die eigene Website zu verlassen. Das ist aus Nutzersicht schade, weil so bewusst hilfreiche Inhalte vorenthalten werden. Außerdem zahlt es eher auf die eigene Autorität ein, verlässlichen Quellen zu kenne und darauf zu verlinken. Aus SEO-Sicht ist das Vermeiden von externen Links unklug: Google honoriert Artikel, die einen Mehrwert liefern und der kann sich eben auch mal im Setzen eines externen Links wiederspiegeln.

Übrigens, du kannst einstellen, dass sich Links in einem neuen Fenster oder Tab öffnen. Das macht es Lesern noch einfacher zu deinem Artikel zurückzukommen. Und ganz ehrlich, wenn er diesen Klick zurück nicht unternimmt, ist dein Artikel inhaltlich oder stilistisch nicht gut genug geschrieben.

  1. Versteckte Textelemente werden nicht oder mit Bedacht eingesetzt.

Gibt es das noch? Ja, manche SEO-Texter arbeiten noch mit versteckten Textelementen – weiß auf weißem  Grund. Davon ist schon seit gefühlt zehn Jahren abzuraten. Wenn Googles Crawler den Täuschungsversuch entdecken, führt das zu Abstrafungen und damit ist Arbeit von vielen Monaten wird im Handumdrehen vernichtet.

Vorsicht solltest du bei ausklappbaren Content-Elementen (Akkordeon o.ä.) walten lassen. Das Design der Seite kann davon zwar profitieren, aber wenn die technische Umsetzung ungeschickt ist, werden diese Inhalte von Google als weniger wichtig eingestuft. Hier ist IT-Expertise gefragt.

Onpage SEO-Checkliste – Inhaltliche Aspekte

Wer diese taktischen Elemente beim Erstellen von SEO-Texten berücksichtigt, hätte früher von Suchmaschinenoptimierern Lob und Begeisterung geerntet. Heute ist damit erst die Hälfte des SEO-Jobs eines Texters erledigt – und nicht mal die wichtigste.

Googles Algorithmus ist mittlerweile so weit entwickelt, dass er viel Wert auf die inhaltliche Qualität des Contents legt. Es reicht also nicht mehr, etwas Passendes zum Thema zu schreiben. Um auf Seite 1 bei Google zu landen, ist mehr Denkarbeit gefordert. Und zwar noch, bevor du die erste Zeile schreibst …

  1. Befriedige die Suchabsicht deiner Nutzer.

Das ist eines der wichtigsten SEO-Kriterien überhaupt: Wähle nicht nur thematisch passende Keywords, sondern recherchiere genau, welche Erwartungen Nutzer an Inhalte stellen, wenn sie bestimmte Suchbegriffe eingeben.

Hier hilft dir Google Suggest: Wenn du dein Keyword eingibst, findest du am Ende der ersten Seite eine Liste mit „Ähnliche Suchanfragen zu …“. Daraus lässt sich oft die Suchintention eingrenzen.

Sieh dir auch andere Top-gerankte Ergebnisse an. Worum geht es auf diesen Seiten? Sie müssen etwas richtig gemacht haben, wenn sie zu den Top 10 gehören.

  1. Schreibe einen Artikel, der besser und/oder anders ist als jeder, der aktuell in den Top 10 zu finden ist.

Google will die besten Artikel zu einem Thema in den ersten Suchergebnissen listen. Was ist für die Suchmaschine Top-10-würdiger Content? Mittlerweile sind die Kriterien ziemlich nah an dem, was auch jeder Nutzer sagen würde:

Es ist Content, der Antworten auf die Fragen des Suchenden liefert, fundiert recherchiert ist, das Thema umfassend behandelt oder auf den Punkt bringt (entsprechend des User Intents) und die Inhalte verständlich und ansprechend präsentiert.

Die meisten Artikel auf Googles Seite 1 erfüllen diese Kriterien recht gut. Wenn du dich dazwischen schieben willst, musst du in mindestens einem Aspekt (besser in mehreren) eine Schippe drauf legen. Zum Beispiel so:

  • Schreib ausführlicher (soweit es sinnvoll ist)
  • Gestalte den Artikel multimedialer
  • Integriere weitere Aspekte
  • Greife aktuellere Erkenntnisse und Statistiken auf
  • Werde konkreter und praxisnäher

Analysiere deine Konkurrenz und nimm dir Zeit, um etwas anders und besser zu machen. Nur so hast du in Zeiten exponentiellen Contentwachstums eine Chance, mit deinem Artikel ganz vorne zu ranken.

  1. Schreibe nur über Themen, für die du Experte bist.

Seit 2018 achtet Google explizit auf den EAT-Faktor deiner Website, um ihre Qualität zu beurteilen.

EAT = Expertise + Authority + Trustworthiness

Veröffentliche auf deiner Seite Inhalte, die zu deinem Kompetenzbereich gehören und lass sie von Experten schreiben. Da im Unternehmensalltag Fachexperten nicht immer die besten Texter sind, werde kreativ: Du könntest den Experten von einem Redakteur interviewen lassen und den Experten dann als Co-Autor aufführen oder Marketingmitarbeiter Interviews mit Experten führen lassen. Auch Ghostwriting ist denkbar.

Damit deine Website beim Faktor Authority gut abschneidet, kümmere dich um die Online-Reputation deines Unternehmens. Sorge für qualitativ hochwertige Backlinks, schaffe eine Plattform, auf der sich Nutzer austauschen können (Community Building) und sei aktiv im Austausch mit deiner Zielgruppe in sozialen Netzwerken. All das zahlt auf deine Autorität ein.

Beim Faktor Trustworthiness, deine Vertrauenswürdigkeit, ermittelt Google die Seriosität deines Unternehmens. Ist dem Nutzer auf den ersten Blick klar, was du anbietest? Hat deine Website ein Impressum und bietest du einfache Kontaktmöglichkeiten? Ist deine Website technisch auf dem neuesten Stand (https, Cookie-Hinweise u.a.)?

  1. Schreibe bessere Texteinstiege.

8 von 10 Nutzern lesen nicht mehr als die Überschrift. Damit du die restlichen nicht auch noch verlierst, investiere Hirnschmalz in die ersten Zeilen deines Artikels. Noch mehr als in die restlichen Zeilen deines Textes. Schließlich sollten sie deinem Nutzer einen Grund geben, weiterzulesen. Sie sollten seine Aufmerksamkeit erregen, neugierig machen und einen Ausblick auf das geben, was den Leser erwartet.

Was sie nicht sein sollten: Clickbait. Verzichte auf reißerische Töne und versprich nicht, was du später nicht einlöst. Das frustriert Nutzer, sie verlassen deine Seite schnell und der Ruf deines Unternehmens nimmt Schaden. Durch die kurze Verweildauer auf deiner Seite weiß auch Google bald, dass hier keine Qualität zu Hause ist.

  1. Rechtschreibung und Stil beachten

Bevor du dich auf den Weg ins Büro machst, guckst du in den Spiegel und prüfst, ob dein Hemd ohne Flecken ist. Sonst könnte es peinlich werden. Artikel sind nichts anderes als die Kleidung eines Unternehmens im Internet. Bevor du Content hinausschickst, prüfe, dass er fehlerfrei ist und du dich damit von deiner besten Seite zeigst. Ist die Struktur klar, passt die Tonalität oder gibt es noch etwas zu feilen?

Nutzer schließen unbewusst von der Sorgfalt, die du deinem Content zukommen lässt, auf die Qualität deiner Arbeit. Wer Artikel voller Rechtschreibfehler ins Netz stellt, aber Premiumpreise für seine Dienstleistungen verlangt, macht sich unglaubwürdig.

  1. Konzipiere für Featured Snippets und denke an Voice Search.

Rich Snippets werden von Google oberhalb der organischen Suchergebnisse angezeigt. Vor allem bei Suchanfragen in Frageform oder der Suche nach Definitionen versucht Google die Antwort so über den eigentlichen Suchergebnissen darzustellen. Ein schöner Service für Nutzer, ein Problem für Content Marketer. Denn die organischen Ergebnisse werden nach unten verdrängt.

Texter sollten daher versuchen, ihren Content für die Auswahl als Featured Snippets attraktiv zu machen. Attraktiv ist der Content für Google erfahrungsgemäß dann, wenn er auf eine konkrete Frage eine kurze Antwort gibt. Auch Listen und Tabellen werden von Google gerne als Featured Snippets angezeigt. Nach Studien von Ahrefs ist es zu 99,58% sicher, dass Google nur Top-10-Ergebnisse als Featured Snippet auszeichnet. Prüfe also, für welche Keywords du bereits gut rankst und optimiere gezielt.

Mit Kurzen Antworten und Definitionsboxen zu arbeiten, lohnt sich auch, um bei der Sprachsuche zu punkten. Denn hier werden häufiger vollständige Fragen als Suchanfrage gestellt und Google bevorzugt kurze Antworten. Die typische Länge eines Voice Reach Results beträgt einer Studie von Backlino zufolge nur 29 Worte.

  1. Content Updates

Menschen mögen Neues und Google auch. Deswegen solltest du nicht nur Zeit und Energie in die regelmäßige Erstellung deines Contents investieren, sondern auch Zeitfenster für die Überarbeitung und Aktualisierung bestehender Inhalte einplanen. Am besten du erstellst dir direkt einen Serientermin mit Erinnerung, damit das Aktualisieren im Tagesgeschäft nicht untergeht.

Der Einsatz zahlt sich aus: Hubspot konnte mit den Updates alter Blogbeiträge zum Beispiel eine Steigerung der organischen Website-Besuche rum 106% erreichen und Brian Dean von Backlinko erreichte sogar einen Traffic-Sprung von 260%.

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Zugegeben, es gibt eine ganze Reihe von Faktoren zu beachten, wenn dein Content eine Top-Platzierung in den organischen Suchergebnissen erreichen soll.

Die gute Nachricht ist aber, dass Googles‘ Algorithmus sich immer stärker dem „gesunden Menschenverstand“ annähert und ein Artikel, den ein Leser als interessant, relevant und hilfreich einstufen würde, in den meisten Fällen auch von Google so bewertet wird. Viele SEO-Elemente sind mittlerweile eher psychologischer Natur und zielen darauf ab, dem Leser echten Mehrwert zu bieten, anstatt ein billiges Austricksen eines Algorithmus zu sein.

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Ich wünsche dir viel Erfolg beim Schreiben und Aktualisieren deiner Artikel!

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